Ausbildung zum ADHS-ADS-Berater/ 

zur ADHS-ADS-Beraterin in Schule und Familie

Herausforderndes Verhalten im Unterricht - Grundlagen und Interventionen:
 
Hyperkinetische und oppositionelle Verhaltensauffälligkeiten sind die häufigsten Auffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter. Gleichzeitig beeinflussen sie das Unterrichtsgeschehen und die sozialen Beziehungen in besonderem Maße.
Schüler*innen mit diesem Störungsbild benötigen eine besondere Unterstützung, um besser lernen und ihre Schwierigkeiten überwinden zu können. 
 
Lehrkräfte und pädagogisches Personal benötigen ein vertieftes Wissen über das Störungsbild und passende Fördermethoden, um Lernen und soziale Integration bzw. Interaktion zu verbessern, Unterrichtsbeteiligung zu erhöhen, Funktionalität im schulischen Setting zu gewährleisten und Elternarbeit zu verbessern.  
 
Insgesamt ist das Ziel, den schulischen und privaten Alltag mit Kindern und Jugendlichen, die ADHS bzw. ADS haben, besser meistern zu können und eine Verminderung der Verhaltensauffälligkeiten zu erreichen. 
 
Die Ausbildung zum ADHS-/ADS-Berater*in beinhaltet ein fundiertes Fachwissen zu den beiden Störungsbildern, welches ein sicheres Erkennen von betroffenen Kindern anhand des Erscheinungsbildes ermöglichen sowie deren Ätiologie, Verbreitung und Entwicklungsrisiko.
Damit einher geht der Kompetenzerwerb und andere schulische Lern- und Verhaltensprobleme abzugrenzen. Mit Hilfe unterschiedlicher therapeutischer Interventionen und evidenzbasierter Trainingsprogramme geht es in einem zweiten Schritt darum, betroffene Kinder und Jugendliche konstruktiv zum Zielverhalten führen zu können und das Störverhalten einzugrenzen und abzubauen. Neben der Anwendung solcher Interventionen sollen Teilnehmende in der Funktion der/des ADHS-/ADS-Beraters*in befähigt werden, Experte im eigenen System zu sein und diese auf der Grundlage aktueller Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen multiplikativ im Team zu vermitteln sowie beratend für andere Lehrkräfte tätig sein zu können. Im Zusammenhang mit den beiden Störungsbildern ist zudem die Elternarbeit ein wichtiger Baustein. In einem letzten Teil der Ausbildung wird es daher um die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern und deren Beratung gehen, damit Interventionen aus dem schulischen Bereich im häuslichen Umfeld fortgeführt werden können und die Wirksamkeit gegeben ist. 
 
Die Ausbildung hat einen hohen Praxisbezug. Es kann daher von Vorteil sein, wenn Sie einen konkreten Fall mitbringen, an dem Sie das erworbene Wissen direkt anwenden und die erlernten Erkenntnisse auf die eigene Berufs- und Unterrichtspraxis übertragen. 
Im Sinne der Nachhaltigkeit wird in einem anschließenden Supervisionsangebot, welches in der Ausbildung enthalten ist und bedarfsorientiert wahrgenommen werden kann, ein interdisziplinärer Fachaustausch durch die Teilnehmenden gewährleistet und der Praxisbezug ermöglicht. 
 
Die Online-Ausbildung schließt mit dem Zertifikat „ADHS- / ADS-Berater*in“ ab.


Termine:

23.11.2024
10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
24.11.2024
10.00 Uhr bis 16.00 Uhr 

Die Ausbildungsgebühr beträgt 280 €, Material sowie die Möglichkeit zur Teilnahme an einem monatlichen Supervisionstermin sind in der Ausbildungsgebühr enthalten.